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25000 miles of travel


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USA-Aufenthalt mit Familie - Eindrücke und Tips 
Hi, 
wenn du willst, kannst du hier ein paar Informationen zum Thema USA-Aufenthalt bekommen, speziell in Texas. Und zwar darueber, wie wir im Land der unbegrenzten Moeglichkeiten mit Familie und schulpflichtigen Kindern und einer ganzen Reihe von auftretenden Problemen zurecht kamen. 
Wir, das heisst meine Frau, 2 Kinder (Junge 7-9, Maedchen 9-11) und ich, lebten fuer 2 Jahre (15. September 1999 - 2. September 2001) in College Station, Texas.
Zunaechst einmal, wann immer sich dir die Chance bietet, Amiland kennen zu lernen, nutze sie. Es wird dich um einige Lebenserfahrung reicher machen. Rackern kannst du danach noch fuer zig Jahre in Germany. Und auch genuegend Kohle scheffeln fuer all den materiellen Krimskrams, der dir, dank Reklame und weils halt alle so machen, unabdingbar und zwingend notwendig erscheint fuer dein Leben. 
Als naechstes ist es ungemein wichtig zu wissen, dass die USA nicht und zwar ueberhaupt nicht mit unserem LEGO-Land, aber auch nicht mit den Urlaubsstaaten Florida und Kalifornien zu vergleichen sind. Die Staaten sind anders. In ein bis zwei Jahren findet das jeder heraus. Und wenn du nicht gerade nach FL oder CA gehst, geht dir sicher schon nach wenigen Stunden, Tagen oder Wochen deines Aufenthaltes ein Licht auf. Einige Erfahrungen dazu spaeter. 
Du kannst dir aber schon mal die Muehe machen, in Amifilmen nicht auf die Schauspieler, dafuer aber auf die Hintergrundumgebung zu achten. Das ist sehr lehrreich. Haben wir, wie viele unserer deutschen Bekannten, die wir in den USA kennengelernt haben, nie bewusst gemacht. Ein echter Fehler, wie sich sich herausstellte. 
Uns fiel es in den Staaten nicht immer leicht, aber es war eine grossartige Zeit. Eigentlich war es der bisher spannenste Lebensabschnitt fuer uns alle. Ich zaehle dir noch frueh genug all den Kleinkram auf, der dich dort druecken kann und wird. Aber im Grunde muss ich wirklich zugeben, es war schon 'ne tolle Sache. 
Am besten ich fange mal einfach an, wie die Amizeit auf uns zukam. Die Idee hatte mein Chef (August 1998). Das haben Chefs so an sich. Nach 3 Wochen Bedenkzeit, er hatte Urlaub, sagten "wir" ja. Mach dich auf heisse Diskussionen im eigenen Heim gefasst. Als naechstes musste ein Projekt her. Wieder viele Diskussionen, diesmal mit'm Chef und dann viel Schreiberei. Ich reichte Anfang Marz 1999 ein Projekt bei der DFG ein und bat um schnelle Durchsicht. Wir hatten uns zu Hause geeinigt, etwa bis zum Schulanfang (Ende August 1999) drueben zu sein. Ging soweit auch alles ganz gut. Das einzige was fehlte (die amerikanische Buerokratie versucht unsere teilweise zu uebertreffen), war das Formblatt IAP-66, welches dir i.d.R. die Gastgeber-Uni schicken bzw. organisieren muss. Ohne dieses, keine Visa von der US-Botschaft in Berlin. Letztendlich bekamen wir aber ca. 10 Tage vor der Ausreise unsere Paesse mit den entsprechenden Visa begrenzt auf exakt 2 Jahre: J1 fuer mich und J2 fuer meine Frau (keine Arbeitserlaubnis) und die Kinder. 
Den Flug haben wir ueber die Hapag-Lloyd in Bonn (an die DFG gekoppelt) gebucht. Dadurch hat man wenig Stress mit der Abrechnung. Wohnung, Vertraege, Krankenversicherung etc. muss man alles rechtzeitig kuendigen. Wir hatten unsere Moebel privat (kostenlos) eingelagert. Die Rentenversicherung sollte man auch ruhen lassen fuer die Zeit. Das bringt mehr als pro Monat eine niedrige Geldmenge selbst einzuzahlen. Meinen Anspruch auf freiwillig gesetzliche KV behielt ich, indem ich meiner BKK jeden Monat ca. 45 DM gezahlt habe. War aber eigentlich nicht notwendig, sprich Verlust, da in den 2 Jahren eine Anhebung der Gehaltsobergrenze fuer Pflichtversicherung durch den Gesetzgeber erfolgte. Dadurch war ich nach der Rueckkehr automatisch verpflichtet, mich gesetzlich krankenversichern zu lassen. Fuer die Zeit in den USA waren wir bei der IDUNA-NOVA privat krankenversichert. Seinerzeit echt guenstig und die Abwicklung der Geldrueckzahlungen funktionierte problemlos. Und viel billiger (665 DM) als die Versicherung vom DAAD (knapp 1000 DM/Monat). Unsere Haftpflichtversicherung behielten wir bei der HUK, aber wir bekamen fuer die 2 Jahre einen Extravertrag mit US-angenaeherten (aber doch noch mit weit besseren als den dort ueblichen) Konditionen. Zum jaehrlichen Normalpreis, wie man ihn in Deutschland so loehnt. Unsere Unfallversicherung (weltweit) lief einfach weiter. Wir nahmen außerdem die Gepaeckversicherung des DAAD in Anspruch. 
Zum Gepaeck: Wir nahmen nur Klamotten, Spielzeug, Decken, Bettwaesche, Schulsachen, 4xCampinggeschirr, wichtige Papiere und 4 Miniluftmatrazen mit (Letztere waren umsonst und kaum besser als der in allen Appartements vorhandene Teppichfussboden - geh lieber die ersten Naechte in ein Motel). 
Zurueck zum Start. Da oft nicht alles so wie am Schnuerchen laeuft, hatten wir einen Puffer von 2 Tagen eingebaut vor der Abreise. Diese Zeit verbrachten wir mit unserem restlichen Hab und Gut (5 Koffer, 3 Reisetaschen und kleinerem Krempel, der mit ins Flugzeug darf) bei guten Freunden in Kluetz bei Wismar. Von dort ging es am 15. September 1999 mit British Airways ueber Hamburg, London und Houston nach College Station in Texas. Am besten du machst dich darauf gefasst, dass dein US-Inlandflug zu knapp geplant ist. Du verpasst ihn und schleppst eine muede Familie mit dir herum. Nach 25 h kamen wir in C.S. an.
Was macht man nach der Ankunft?
Erstmal den Mietwagen holen. Hatten wir schon von Deuschland aus fuer eine Woche gemietet. Ist aber eigentlich nicht notwendig. Oder wenn schon, dann reicht es, einen teuren Wagen fuer 2 Tage vom Airport zu mieten und dann auf einen Nichtflughafen Rental-Service (Rent-A-Wrack z.B.) in der Stadt umzusteigen. 
Mein neuer Bossman Jim Womack holte uns vom Flughafen ab und brachte uns in ein bereits von Deutschland aus (das gute Internet) gebuchtes Appartement. Wuerde ich nie wieder machen. Es war die letzte Huette. Wir liessen die 200 $ (+ 50 DM Ueberweisungsgebuehr) im Voraus gezahlte Kaution sausen und zogen am naechsten Tag erstmal in ein Motel 6 (relativ preisguenstige Motelkette - ca. 40-50 $ fuer 2 Erwachsene, Kinder frei - und kaum weniger komfortabel als die optisch teilweise besser aussehenden Nachbarn). 
Von dort gings zum ersten "Fruehstueck" bei Burger King (eine nie wiederholte, bleibende Erinnerung). Dann fuhren wir umher auf Appartementsuche. Das Semester hatte bereits angefangen und die preiswerten Appartements waren alle weg. College Station ist 'ne reine Unicity mit 45000 Studenten. Aber mit 4 Personen ist man eh nicht auf was ganz Kleines aus. Nach 2 Tagen hatten wir was geeignetes gefunden (ca. 90 m2, 3 Raeume, 2 Baeder, Kueche - Einbaukueche, Herd, Kuehlschrank und Cockroaches sind immer in den App. drin - und Balkon fuer schlappe 650 $. (Strom kostet extra und ist teuer. Wir zahlten im Mittel ca. 95 $ pro Monat. Ich sag nur: "Air condition").
Parallel suchten wir eine Schule fuer die Kinder. Man muss die Schule im Einzugsgebiet der Wohnung nehmen (sonst Strafe von bis zu 5000$). "Unsere" Elementary (1.-4.Kl.) School war nicht schlecht und sogar Gun und Drug free. Und sie hatte einen Texas-Teacher des Jahres - die Gattin meines Boss man. Auch die Intermediate (5./6. Kl) fuer unsere Tochter im 2.Jahr war o.k.. 
Dann braucht man alles, was man nicht mitgenommen hat. Also kauften wir an Tag 3 und 4 Matrazen, Geschirr, Besteck, Tisch und 4 Stuehle und Couch (letztere used) etc. und zogen vom Motel ins Appartment. Es gibt auch vollmoeblierte App., wo auch TV und Telefon in der Miete mit drin sind. Kosten ca. ab 750 $. Dafuer wohnst du aber, wo man dich hinsteckt und kannst es dir nie so gemuetlich (ha,ha...) einrichten wie zu Hause. Wir gingen an den ersten Wochenenden zu garage und yard sales (Leute verkaufen vor der Haustuer) und kauften diesen und jenen Krempel (Stuehle, Wohnzimmertisch, Pflanzen etc.), alles so im Preisbereich bis 10 $. Noch vor Weihnachten fanden wir dann noch das einzige IKEA in Texas in Houston und kauften dort so Zeug wie Kinderschreibtische, Regale, Billigkomoden und Schnickschnak. Und schon wars recht gemuetlich bei uns. Zumindestens aber war es so, wie wir es wollten fuer 2 Jahre.
Natuerlich braucht man gleich zu Beginn auch ein Auto. Das war bei uns 'ne lange Geschichte, wie sicher bei vielen, die sich hier versucht haben. Denn die Haendler sind nicht nur absolut zuvorkommend sondern lassen dich eigentlich nur vom Hof, wenn du ein Auto mitnimmst. Wir beharrten hartnaeckig auf unserer gesetzten Preisobergrenze (5000$) und nahmen am Ende einen 84000 Meilen jungen 95er Ford Taurus 3.0 SE fuer ca. 4700$ (Take as is - ohne jegliche Garantie). Ist so'ne Art Opel Omega, nur klappriger. Aber fuhr ganz gut. Man muss sich schnell auf die Laenge der Autos hier und auf Begriffe wie Automatik, Leder und V6 umstellen. Sonst kauft man nie ein Auto. Bezahlt habe ich etwas kompliziert in 2 Raten mit VISA. Am liebsten ist denen Bargeld. Natuerlich kannst du auch in Raten kaufen. Aber dann kaum etwas haltbares fuer 5000 $. Unser Wagen sollte eigentlich fuer 6800 $ (Preisschild) + ca. 7% MWS vom Hof. Eventuelle Bedenken ueber die Wagengroesse sollte man nicht mit in die USA bringen. Nach nur wenigen Tagen empfanden wir unseren Schlitten relativ klein im Strassenverkehr. Einen Nachteil haben "Luxusautos" natuerlich. Geht was kaputt, wird's teuer. 
Nach Organisation von Wohnung, Schule und Auto waren 8 Tage verstrichen und einige 1000 $ ausgegeben. 
Nach ca. 10 Tagen waren wir einigermassen ueberlebensfaehig ausgestattet und ich ging arbeiten.
Bei Arbeiten faellt mir gleich ein "kleines" Opfer ein. Meine Frau sass gerade 2 Jahre wieder fest in einem Job drin in Deutschland. Er fing gerade an, uns naeher an unsere materiellen privaten Ziele zu bringen. Den Job hing sie fuer mich an den Nagel. Und das bei mehr als 20 % Arbeitslosigkeit in unserer Ecke. Vielleicht ueberlegst du es dir ja nochmal, wenn du mit Familie fahren wolltest. Allerdings ist die Alternative 2 Haushalte zu fuehren auch nicht gerade preisguenstig. Zumal die DFG ein Stipendium zahlt. D.h. du kannst nichts steuerlich geltend machen. Und dann ist da noch das Risiko mit den vielen StudentInnen um einen herum. Sind schon viele nicht mehr zurueckgekommen.
Nun aber zur richtigen Arbeit. Da kann es natuerlich ganz verschieden aussehen. Was ich so von anderen gehoert habe, deckt die Skala von "nicht zum Aushalten" bis "will nicht mehr weg hier" voll ab. In meinem Labor galt Letzteres. Die Arbeitsatmosphaere ist mit der in Deutschland kaum zu vergleichen. Das Arbeitsklima ist extrem ausgeglichen. Und die Mitarbeiter sind unwahrscheinlich freundlich. Kann natuerlich auch typisch texanisch sein. Etwas langsam und gemaechlich und lieber einmal zu viel laecheln. Jeder versucht, sein Bestes zu geben und meist sind damit auch alle zufrieden. Die Arbeit faengt zwischen 8 und 9 an. Wenn man eher kommt, hat man viel Ruhe und alle Geraetschaften fuer sich allein. Die Arbeitszeit wird nicht gestoppt und dadurch zu einer flexiblen Groesse. Das bedeutet, man kann kommen und gehen, wann man will. Das gilt in den meisten Laboren nicht!!! Der Effekt ist aber gewaltig. Bei etwas Organisation kann man so in kurzer Zeit seine eigene Arbeitsproduktivitaet auf ein Mass steigern, dass mit deutschen Messgeraeten schwer erfassbar ist. Ich habe oft die Abende und den fruehen Morgen genutzt, um moeglichst viel pro Zeiteinheit abzuarbeiten. Am Tag war ich haeufig genauso limitiert, wie in Deutschland auch. Diese Zeit habe ich dann ein paar mal die Woche effektiver zum Workout, Einkauf oder Kaffeetrinken genutzt. Ich habe von anderen gehoert, dass sie auch jedes Wochenende, sogar am Sonntag im Labor sein mussten. Die Menschen sind halt verschieden. Die Philosophie meines Bossmans gefiel mir da weitaus besser. 
Mein Projekt war von Beginn an so angelegt, dass ich eng mit meiner alten Arbeitsgruppe im FBN-Dummerstorf zusammenarbeite. Das war sehr wichtig und sicherte letztlich den Erfolg meiner Arbeit ab. Von anderen Postdocs habe ich mitbekommen, dass sie einfach keine Ergebnisse erzielten, obwohl sie mit dem Arbeiten eigentlich nie aufhoerten. Der Grund ist einfach zu verstehen. Niemand sagt dir hier wirklich, was du machen sollst und womit du anfangen koenntest. Natuerlich sind alle Kollegen ausgesprochen hilfsbereit. Nur hilft einem das oft nicht viel. Du kommst ja mit deinem Projekt. Es wird erwartet, dass du dein Handwerk verstehst. Wenn es laeuft, sind alle viel eher bereit, sich mit dir auseinanderzusetzen. Also je eher du dich selbst auf die Reihe bekommst, desto besser. Ich brachte jede Menge Probenmaterial aus Deutschland mit. So brauchte ich eigentlich nur meinen Laborbereich einrichten und war bereits einen Monat nach Ankunft in den Staaten mitten in der Aufgabenabarbeitung. Und weil der in deutschen Landen staendig ansteigende administrative Druck mich nicht mehr vom Labortisch wegholte, kam ich ziemlich gut voran. Das Labor hat mit Jan Elliott (Johnson) nicht nur eine adrette und sehr nette sondern auch geeignete Labmanagerin, die einem neue Chemikalien, Kleingeraete und DNA-Material nach kurzer Absprache laut Laborregel nach 7 Tagen (meistens aber viel eher) auf den Tisch stellte. Ein Traum, der 2 Jahre voll anhielt. 
Wo ich schon am schwaermen bin. Ich bekam 2 x 4m Labortisch fast fuer mich allein. So konnte ich mir separat eine DNA- und eine Chromosomenbearbeitungsstrecke einrichten. Einen neuen Pipettensatz bekam ich gleich zu Anfang und Geraetschaften fuer z.B. FISH suchte ich mir im ca. 40 x 7m langen Labor zusammen. Wie in vielen Laboren, standen auch hier jede Menge Geraete ungenutzt herum. So war ich schnell mit Wasserbaedern, Vortexern und verschiedenen Zentrifugen eingedeckt. Ein grosses Problem, die Zellkultur zur Erzeugung von Chromosomen, loeste sich ebenfalls recht schnell. Mit Hilfe von Elaine Owens, absolute Spezialistin auf diesem Gebiet, stieg ich von unserem System in Deutschland auf das Texanische um. 
Eine Sache ist noch bemerkenswert. Aufgrund nie versiegender Gelder in unserem Labor, konnte ich an mehreren internationalen Tagungen teilnehmen und eigene Ergebnisse vorstellen. Wer schon mal auf einem Kongress war, weiss wie nuetzlich so eine Teilnahme sein kann. 

Zu einigen Situationen auf die wir gerne verzichtet haetten in den USA.
Im Oktober 2000 waren wir in College Station auf dem Highway unschuldigerweise in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem unser Auto einen Totalschaden, wir zum Glueck nur ein paar Kratzer erlitten. Unsere Kinder waren schon in der Schule. Die Wahrscheinlichkeit fuer diesen Unfall war in dieser Studentenstadt mit 80% 16-25 jaehrigen Minitruckfahrern vermutlich wesentlich hoeher als sie es hoffentlich jemals in Deutschland sein wird. Folge: 1 Monat Trouble mit Versicherung und Autoneukauf. Von der Psyche mal ganz abgesehen. 
Im Maerz 2001 fuhren wir nach Florida fuer eine Woche. Tolle Sache. Viel erlebt. Zwei Wochen spaeter konnten wir beim Online Blick auf unser VISA-Konto feststellen, dass jemand anders fuer 3000 DM eingekauft hat. Jemand aus einem der Motels, wo wir uebernachteten, hatte die Karte meiner Frau kopiert oder ihre Daten verwendet zum ausgiebigen Einkauf per Internet. Bis zur Kartensperre verdoppelte sich der Betrag dann nochmal auf 6700 DM. Wer wuerde nicht gerne seiner Freundin mal per Internet Blumen fuer 107 $ schenken? Da geht das Geld schnell weg. 
Die Bank regelte den Fall aber recht unproblematisch fuer uns. Trotzdem bleibt natuerlich auch hier ein Nerv auf der Strecke. 
Eine weitere Geschichte auf die ich ehrlicherweise noch eingehen muss, wirst du hoffentlich so nie erleben. Weil sie einem das multikulturelle Weltbild zerkratzen kann. Wir wohnten 1 Jahr relativ gemuetlich in unserem Appartmentekomplex. Dann zogen unsere Untermieter, 2 weisse Texas A&M University Beststudentinnen mit Vorliebe fuer Katzen und fuers Lernen aus und wurden durch 2 schwarze Blinn College-Studenten mit Vorliebe fuer Musik ala...bum... bum...bum bum bum bum... bum...... ...bum... bum...bum bum bum bum... bum...bum... bum...bum bum bum bum... bum...bum... bum...bum bum bum bum... bum...bum... bum...bum bum bum bum... bum...bum... bum...bum bum bum bum... bum.......ersetzt. Weniger fuers studieren. Und in den Ferien fahren sie nie nach Hause. Ausserdem leben sie wie viele Schwarze in Kommune. Das heisst, einer oder 2 mieten, aber ca. 4-10 wohnen. Und am Wochenende auch schon mal mehr. Da heisst es dann noch mehr...bum... bum...bum bum bum bum... bum...bum... bum...bum bum bum bum... bum...bum... bum...bum bum bum bum... bum...bum... bum...bum bum bum bum...bum bum bum bum... bum...bum... bum...bum bum bum bum... bum...bum... bum...bum bum bum bum... bum...bum... bum...bum bum bum bum... bum. bum... 
Um es kurz zu machen. Prinzipiell bin ich anderen Menschen gegenueber positiv eingestellt ohne Voreingenommenheit. Ich habe auch Keniaten als Freunde. Aber in Bezug auf mindestens 10 afroamerikanische Mitbewohner dieser Erde habe ich meine Meinung grundlegend geaendert. Sie sind ignorant, egoistisch und stupid. Nur mit der Polizei konnten wir einigermassen die Appartementkomplexregeln durchsetzen. Aber nicht wirklich. Weil man nicht inflationaerer Weise staendig die Polizei rufen kann und ausserdem rein statistisch nur in jeden 10. Schusswaffenwechsel in unserer Stadt kein Schwarzer verwickelt war. Ist schon ein bisschen scarry die ganze Geschichte. Und natuerlich konnte man oft nicht richtig schlafen oder arbeiten, wenn das ganze Haus im Erdbebenrhythmus die Schwingungen der Bassbooster nachzuahmen versuchte. 
Du wirst sagen, warum hast du dir nicht ein anderes Appartement gesucht. Ganz einfach. Ich war zuerst da. Klingt deutsch, oder? Aber unser Appartement war echt o.k.. Und es gibt Regeln, die normalerweise auch alle einhalten und ich hatte keine Lust Fernseher, Telefon, Versicherungen etc. umzumelden und eventuell noch die Kinder in einer neuen Schule unterzubringen.
Ich hoffe, meine Eindruecke haben dir helfen koennen, dich fuer die USA zu entscheiden. Aus heutiger Sicht (Oktober 2001) kann ich dir nur zuraten. Es ist ein grossartiges Erlebnis Menschen anderer Staaten kennen zu lernen. Und gerade die Amerikaner werden aufgrund ihres Nationalbewusstseins oft falsch eingeschaetzt von uns Deutschen. Wir koennen auch viel von ihnen lernen. 
Obiges stellt meine persoenliche Meinung dar. Weil dies hier natuerlich nur eine kurze, noch unvollständige Darstellung einiger Eindruecke ist, schreibe ich vielleicht bei Gelegenheit noch ein paar Saetze dazu. Es gibt sicher viel mehr zu sagen.  Wenn du Fragen hast, ruf an: 038208-68708 oder schreib eine E-Mail an goldamme@gmx.de.
Take care.....
Oktober 2001


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